Ohayo Gozaimasu Nippon

Samstag – Akihabara und Feier | Montag, 22 Oktober 2007

Am Samstag bin ich relativ spät aufgestanden. Mittags zur Post gefahren (die hat hier auch am Wochenende auf… Samstag anscheinend bis Abends, Sonntags bis Nachmittags… einfach klasse) und meine Bankkarte abgeholt. Jetzt kann ich auch Geld von meinem japanischen Konto abheben, ich glaube mit der Karte kann ich aber ansonsten nirgendswo bezahlen, da hätte ich eine andere Karte beantragen müssen. Das ist ja wie schon beschrieben, nicht so komfortabel wie in Deutschland. Danach hab ich mich mit Andreas getroffen und wir sind rein nach Tokyo gefahren. Erster Stop war Ikebukuro.

Dort sind wir ein bisschen durch die Gegend gelaufen und haben ein Ramen Restaurant gesucht. Ramen ist eine der beliebtesten japanischen Nudelarten. Ramen ist eher dünn, Udon sind dagegen dick.  Ich habe Ramen mit den typischen kleinen Fleischscheiben und einer Schale voller Reis mit Algen drauf gegessen. Die Algen waren eher sauer angerichtet und haben eine gute Abwechslung dargestellt. Ich esse hier ja meistens Nudeln oder Reis und Ramen ist wirklich lecker. Die Kollegen von Andreas haben ihm erzählt, dass es in Ikebukuro die besten Ramen Nudeln geben soll… also uns hat es wirklich gut geschmeckt, allerdings fehlen uns wohl noch die Feinschmecker Geschmacksnerven für solche Unterscheidungen!

Danach sind wir dann nach Akihabara gefahren, mit der Yamanote Ringlinie. Das dauert ungefähr 20 Minuten von Ikebukuro aus. Die gesamte Linie braucht eine Stunde von einer Station eine Runde rum… damit kommt man an fast alle wichtigen Stationen in Tokyo. Nur in der Mitte muss man dann andere Züge und die U-Bahn nutzen. In Akihabara sind wir dann direkt zum Ausgang Electric Town gegangen, der führt einen dann in die Straßenzüge, wo man alles an Elektronik und Elektrik bekommt. Direkt am Ausgang standen auch ein paar Mädchen aus den hiesigen Maid-Cafes, die haben Werbung für die Restaurants gemacht… wir hatten aber schon gegessen, also sind wir einfach weiter gegangen. In Akihabara sind wir dann durch die Straßen gezogen und haben uns viele Geschäfte angeschaut. Dort gibt es alles, vom Bastelladen, Modellbau, Anime-Figuren, Manga-Shops, Elektrikladen, Kabelfachgeschäft, Audio-Spezialhändler bis zu den riesigen Einkaufszentren. Wir haben fast alle Shoparten mal besucht.

Andreas war auf der Suche nach einem neuen Sony MP3-Player, den wir allerdings in keinem Geschäft gefunden haben, er wahr wohl einfach zu neu. Ich hab mir überall mal die Auswahl von Handys angeschaut und teilweise auch wegen MP3-Playern geguckt. Dabei ist mir doch aufgefallen, dass mein Wunschplayer in Japan ziemlich teuer ist. In einem der günstigeren Shops hat die 2 Gigabyte Variante ungefähr 12.800 Yen gekostet, die 6 Gigabyte Variante von dem Sansa Player bekam man für circa 23.000 Yen. Hab inzwischen mal geschaut, was der in Deutschland kostet, den kann ich in verschiedenen Online Shops für umgerechnet 9800 Yen (in der 2 GB Variante) oder 15.000 Yen in der 8 GB Variante kaufen… also weitaus günstiger als hier. Da lohnt sich doch der Import aus Deutschland🙂

Handys gab es jede Menge, allerdings hat mir von KDDI keines wirklich gut gefallen. Die anderen beiden großen Marken NTT DoCoMo und Softbank (die hier mit Cameron Diaz werben) hatten ein paar interessante Modelle, aber das ist ja die Konkurrenz. Da kann ich ja kein Handy kaufen. Ich hab inzwischen auch entschieden, erst rauszubekommen, ob diese Handys hier dann auch in Deutschland mit deutschen Tarifen und Sim-Karten funktionieren. Wenn das so ist, dann kann ich auch ein gutes Handy kaufen, sonst wird es ein einfaches Wegwerfhandy😉

Handys in Japan sind fast immer Klapphandys und weitaus größer als in Deutschland inzwischen üblich. Dafür haben sie alle größere Displays als bei uns. Und mindestens einen TV-Tuner. Das neue von KDDI hat sogar zwei. Die Leute schauen wohl ziemlich viel Fernsehen mit ihren Handys. Mir hat unter anderem eins gefallen, das man aufgeklappt hat und dann den Bildschirm um 90° drehen konnte… zum besseren Lesen von Webseiten (das Display hatte immerhin eine 480×800 Pixel Auflösung). Das andere was ich cool fand, hatte keine Tasten sondern ein Touchscreen, der sich dann immer der aktuellen Aufgabe angepasst hat, also z.B. Nummern angezeigt hat zum wählen oder die Bedienung des eingebauten Radios oder TV-Empfängers und so weiter…

Abends sind wir dann zu der Hochzeits-Nachfeier von Koko & Tak gegangen. Die beiden hatte ich ja an meinem zweiten Wochenende in Tokyo kennengelernt. Es wurde extra ein großer Raum in einem Restaurant gemietet. Es waren wirklich viele Leute da, ich schätze um die 80 Leute ungefähr. Ich hab mich mit super vielen Japanern unterhalten, weil Andreas und ich die einzigsten Gaijins ware. Die wollten natürlich alle wissen, wo ich herkomme, was ich hier so mache und dies und jenes über Deutschland und so weiter. Die erste Feier war dann gegen 21 Uhr zu Ende, danach sind wir noch in ein anderes Restaurant gegangen und haben bis halb 12 noch gegessen und getrunken und uns mit den restlichen Leuten unterhalten. Sehr angenehmer Abend, weil es auch viele leckere Sachen zu essen gab… Sushi, japanische Pizza, Salate und vieles mehr!

Das war dann inzwischen schon der vierte Samstag in Japan und die Abende sind bisher immer super gewesen! Ich hoffe, dass bleibt auch in Zukunft so🙂


Veröffentlicht in Freizeit, Tokyo

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