Ohayo Gozaimasu Nippon

Die Welcome Party | Mittwoch, 7 November 2007

Am Dienstag in dieser Woche war es dann endlich so weit… meine Welcome Party war angesagt!

An der Party nahmen fast alle Mitglieder aus meiner Gruppe teil, einer war leider krank und ein anderer im Urlaub, ansonsten waren aber alle da. Da einige Mitarbeiter vorher in Tokyo unterwegs waren, wurde ein Restaurant in Asakadai als Treffpunkt ausgewählt, damit die Leute nicht alle so weit fahren mussten. Nach der Arbeit sind wir dann Richtung Asakadai gefahren, von Kamifukuoka aus sind das nur 8 Minuten, also ein Katzensprung. Dort angekommen dann rein ins Restaurant und auf die anderen Kollegen gewartet, die etwas später gekommen sind, weil sie das Restaurant nicht gefunden haben🙂

Zu Beginn wurde mir ein Platz gemäß der Sitzordnung zugewiesen. Sowas wird in Japan immer ganz korrekt gehandhabt, es geht nach Rang und der Ehrengast (diesmal ich) sitzt auch an einer bestimmten Position. Wie sich herausgestellt hat, waren auch einige andere Mitarbeiter da, die meiner Gruppe für technische Sachen zugeteilt worden waren. Leider hatten wir nur zwei Tische und keinen zusammenhängenden, so mussten diese Leute leider einen Meter von den anderen entfernt sitzen. Ich hab mich trotzdem zwischendurch auch mit ihnen unterhalten…

Nachdem dann alle eingetroffen waren, wurden zuerst Essen und Getränke bestellt. Dann wurde ich kurz nochmal vorgestellt und durfte dann meinen Einführungsvortrag halten. Der sollte eigentlich in der Firma gehalten werden, allerdings mussten aufgrund von einem Termin halt die meisten Mitarbeiter vorher nach Tokyo rein. Also hab ich mein Notebook mitgenommen und den Vortrag am Tisch direkt gehalten und etwas improvisiert. Es war sehr lustig, weil die erste Frage schon direkt zur Startfolie meiner Präsentation kam. Und zwar wollen meine Kollegen wissen, wie man meinen Namen den richtig auf Deutsch ausspricht. Ich nutze hier meist die englische Version, die mag ich einfach mehr. Außerdem musste ich meinen Nachnahmen erklären, war sehr lustig, weil Sakura (die Kirschblüte) ja etwas besonderes ist. Kirsche wird noch etwas anders geschrieben, aber mein Name fanden sie Mitarbeiter trotzdem sehr außergewöhnlich!

Im Laufe des Vortrages habe ich dann meine Universität, mich und mein bisheriges Studium vorgestellt. Nach diesem Teil gab es dann den interessanteren und amüsanteren Teil: eine kleine Reise von Japan nach Cottbus. Mit Bildern hab ich versucht die Reise interessant darzustellen und hab zwischendurch immer wieder kleine Infos eingebaut. Am Ende gab es dann einen kleinen Vergleich zwischen Deutschland und Japan (wo Japan leider fast alles gewonnen hat🙂 ) und noch interessante Details über Deutschland und die Deutschen allgemein. So wussten meine Kollegen zum Beispiel nicht, dass die westliche Version ihrer Nationalhymne von einem deutschen Komponisten komponiert wurde… da haben sie alle schwer gestaunt (genauso wie ich, als ich das zum ersten Mal gelesen hatte)!

Danach haben wir dann gegessen und getrunken und uns über Gott und die Welt unterhalten. Zwei meiner Kollegen waren auch schon mal in Deutschland, die meisten bei einem Austauschprogramm in Karlsruhe und in Frankfurt am Main oder Heidelberg.
Deutsche Sitten und Bräuche kannten sie kaum, Oliver Kahn war der einzige Deutsche neben Michael Schuhmacher, den sie kannten🙂
Aber deutsche Autos sind sehr beliebt hier in Japan, weil sie sehr qualitativ hochwertig sein sollen! Ein Hoch auf BMW und co🙂

Jedenfalls war es ein sehr schöner Abend, wo ich mich mit allen mal ungezwungen unterhalten konnte und viele nette Geschichten ausgetauscht habe. Nachdem wir dann das Restaurant verlassen haben, wurden noch Bilder gemacht, ich hatte glücklicherweise meine Kamera mitgenommen! Hier also das Abschlußbild dieses Abends… und ich geh jetzt schlafen,
Oyasumi Nasai!

Welcome Party


Veröffentlicht in Arbeit

2 Kommentare »

  1. >wo Japan leider fast alles gewonnen hat
    Ja, is ja mal wieder klar. Der richtige Deutsche stellt sein Land verkauft sein Land unter Wert – ja ok, is auch nicht so toll. Hättest ja einen Vgl. Brandenburg-Japan oder Cottbus-Tokyo machen können, da hätten wir mit genügend Heimpatriotismus dann auch gewonnen…
    Im übrigen hübsches Mädel, was da in deiner Firma arbeitet…

    Kommentar von marc US — Donnerstag, 8 November 2007 @ 7:49 pm

  2. Naja wenn man BIP, Größe, Einwohneranzahl und so vergleicht, dann gewinnt Japan gegen Deutschland in allen Bereichen. Ich hab am Ende natürlich erwähnt, dass wir Exportweltmeister sind (siehe BMW Anteil auf japanischen Straßen)!
    Das hübsche Mädel ist die Sekretärin der Gruppe… leider schon verheiratet Marcus🙂

    Kommentar von novarider — Donnerstag, 8 November 2007 @ 8:00 pm


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