Ohayo Gozaimasu Nippon

Der Sonntag – Ausschlafen und TV | Mittwoch, 21 November 2007

Ja ich gebe es zu… ich hab meinen Aufholmarathon gestern nicht fortgesetzt. Weil wir zum Essen eingeladen waren. Davon berichte ich anschließend noch. Jetzt erstmal schnell zum vergangenen Wochenende….

Am Sonntag konnte ich unfreiwilligerweise so richtig ausschlafen, einfach weil ich meinen Wecker nicht angemacht hatte. Ich wollte ja ursprünglich nach Ginza fahren, hab ich dann aber aufgegeben, als ich irgendwann nach 13 Uhr aufgewacht bin. Hab dann den Nachmittag meine Wohnung geputzt, meine ganze Wäsche gewaschen und dies und jenes erledigt, natürlich nichts ins Blog geschrieben…😦

Abends hab ich Andreas eingeladen, zu einer Runde kochen und Fernsehn gucken. Hier gibt es nämlich einen schönen Kanal, Animax. Ein TV-Sender von Sony, der den ganzen Tag Animes (japanische Zeichentrickfilme für die unwissenden Leser) sendet. Den gibt es in Deutschland über Satellit glaub ich. Jedenfalls bringen die Sonntag um 21 Uhr immer einen längeren Film. Diesen Sonntag kam ein Film aus der Anime-Serie Gundam. Gundam gibt es seit Ende der 70er Jahre. Das ist hier so populär und groß wie Star Trek in Amerika oder Europa. Es gibt unzählige Serien, mehr oder weniger lang (meist 50 Folgen) und sehr viele Zusammenfassungsfilme und Kinofilme. Die ganzen Geschichten sind wie bei Star Trek in mehrere Zeitebenen (Universen) eingeteilt. Dabei geht es meist um politische Konflikte, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen. In diese wird meist ein jugendlicher Charakter reingezogen (teilweise 13-15 Jahre, manchmal auch älter). Er stößt dann mehr oder weniger zufällig auf den Gundam, einen riesigen Roboter. Von den Robotern gibt es unzählige, der Gundam sieht in fast jeder Serie anders aus und wird auch fast immer von einem anderen Helden gesteuert. Das besondere ist, dass die Geschichten natürlich viele Kämpfe und Auseinandersetzungen zwischen den „guten“ und bösen“ Robotern zeigen. Dabei wird darauf geachtet, viele Sachen relativ realistisch (so weit es geht) darzustellen. Viele interessante Konzepte, die heute für ein Leben im Weltraum entwickelt werden, werden teilweise in der Serie verwendet und dargestellt (zum Beispiel O’Neill-Kolonien oder Lagrange-Punkte).

Der Held wird fast immer unfreiwillig in den Krieg rein gezogen  und muss sich verteidigen. Dabei nutzt er dann den Gundam Roboter, den er Stück für Stück besser beherrscht. Das interessante an den Serien ist, dass sich nicht immer gute und böse Charaktere unterscheiden lassen. Oftmals wandeln sich einst gute Parteien durch Schicksalsschläge in böse Gegner und andersrum genauso. So bildet beispielsweise die zuerst gute und siegreiche Partei der ersten Serie eine Truppe zur Verfolgung der Feinde, die in einer späteren Serie ein totalitäres Regime errichtet und ihre Gegner erbarmungslos verfolgt. Die einstmals Bösen müssen sich dann gegen die neue Gefahr vereinen um sie zu bezwingen. Das ganze wird mit viel Drama und Politik gewürzt, viele Konflikte könnten direkt aus der Geschichte stammen, da kann man oft Parallelen entdecken.

Ich hab hier zum erstem Mal Gundam gesehen, hab bisher zwei Filme und zwei Serien gesehen und ich finde es sehr spannend. Hab ja schon eine Ewigkeit keine guten Animes mehr gesehen (bis auf die Ausnahme beim diesjährigen Berliner Fantasy Film Fest – The Girl who lept through Time). Fand diesen Film sehr gut, obwohl er teilweise etwas sprunghaft war. Hab dann später nachgelesen, dass es eigentlich eine Serie werden sollte, der Autor aber das ganze zu einem 2 Stunden Film zusammen geschnitten hatte. Daher war es wohl etwas holprig.

Ansonsten haben wir lecker Ramen gekocht und nen schönen Abend verbracht!


Veröffentlicht in Freizeit

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