Ohayo Gozaimasu Nippon

Besuch in Nikko | Donnerstag, 29 November 2007

Am Sonntag war ich mit Rie und Andreas in Nikko. Was es dort alles zu sehen gibt, könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen.

Nikko liegt ein ganzes Stück außerhalb von Tokyo. Wir sind deshalb ziemlich früh aufgestanden um dann um 8:30 Uhr mit dem Zug nach Nikko zu fahren. Die Zugfahrt war ziemlich anstrengend, weil wir öfters umsteigen mussten und die ganze Zeit stehen durften, weil die Züge immer voll waren. Es war herliches Wetter, da hatten sich auch viele andere dazu entschlossen, raus zu fahren.

In Nikko am Bahnhof angekommen, sind wir dann raus in Richtung der Tempelanlagen gelaufen. Es gibt auch noch andere Gebiete, mit einem schönen Wasserfall und weiteren sehenswerten Sachen, aber die Tempelanlagen hatte man uns empfohlen, deswegen sind wir da zuerst hin gelaufen.  Am Eingang zum Gebiet stand der folgende Stein, wie ihr darauf lesen könnt, ist die gesamte Anlage inzwischen ein Weltkulturerbe!

Nikko - 01

Der Eingang der Tempelanlage wird gerade etwas renoviert, da gibt es keine schönen Bilder von. Wir mussten 1300 Yen Eintritt zahlen, das galt dann aber für die gesamte Anlage, nur für einzelne besondere Austellungen musste man nochmal ein paar hundert Yen extra zahlen.
Direkt am Eingang war auch der erste schöne Garten, von dem hab ich mal ein Photo reingestellt… in der Mitte mit einem Teich und rund herum mit schönen japanischen Bäumen und Sträuchern. Und wie man sieht wunderbarem Sonnenwetter.

Nikko - 02

Daneben war auch noch ein kleines Museum. Danach sind wir dann in die Tempelanlage rein gelaufen und haben uns die ersten Tempel angeschaut. Wirklich toll… das besondere an Nikko ist, dass im Gegensatz zu den anderen Tempel in Japan die Figuren und Verzierungen hier in Farbe gestaltet wurden. In anderen Tempeln wurden zwar auch Verzierungen und Figuren erstellt, dort wurden sie aber meist nur mit Gold überzogen oder gar nicht angemalt. Und hier in Nikko waren alle Farben noch erhalten, mehr oder weniger gut. Auf der Straße zwischen den Tempeln stand dann auch der berühmte Turm, der auf vielen Photos zu sehen ist. Hier mal Bilder von einem der Tempel und dem Turm.

Nikko - 03            Nikko - 04

Wir haben uns dann auch mal vor dem Eingang in die zweite große Tempelanlage photographieren lassen, vor einem echten Tempellöwen🙂 Außerdem hier noch ein Bild von einer Übersichtskarte der gesamten Anlage. Man kann erahnen, wie groß die gesamte Anlage ist. Ich habe gelesen, dass allein für die Eingangstore tausende von Menschen mehrere Monate gearbeitet haben. Die gesamte Anlage hat viele Jahre gebraucht, um fertig zu werden. Hunderttausende Arbeiter waren daran beteiligt.

Nikko - 05          Nikko - 06

Im Hof dieser zweiten großen Anlage waren mehrere Bänke aufgestellt. Dort wurden reihenweise Schulklassen aufgereiht und photographiert. Am ganzen Tag hab ich mehr als 5 verschiedene Schulklassen gesehen… meine Kollegen meinten, dass sie in ihrer Schulzeit auch in Nikko waren. Ich glaube fast jeder Schüler aus der Kanto Region war zumindest ein mal in seinem Leben in Nikko🙂
Im Hof war auch das Gebäude, an dem die berühmten Affen waren (Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen). Davon hat natürlich jeder ein Photo gemacht, ich bin da keine Ausnahme😉

Nikko - 07

Im Hof habe ich dann auch was ganz lustiges erlebt. Ich habe einen Mann gesehen, der doch tatsächlich wie Mister Miyagi aus Karate Kid aussah. Ich hab inzwischen aber nachgeschaut, der Schauspieler Pat Morita ist im November 2005 gestorben. Aber der Mann in Nikko hätte glatt sein Doppelgänger sein können…

Wir sind dann noch weiter zu den anderen Anlagen gegangen. Teilweise konnte man die Tempel betreten, wobei natürlich Schuhe vorher ausziehen Pflicht war. Drinnen wurden fast immer Führungen auf Japanisch gemacht, da hatten wir leider nicht so viel davon, aber allein schon das Innere einmal zu sehen, war interessant.
Auf dem Weg zu den anderen Tempeln hab ich dann auch diese beiden Photos hier gemacht:

Nikko - 08           Nikko - 09

Das  erste zeigt einen Krieger und das zweite das Eingangstor zu einer der letzten Anlagen.
In der letzten Anlage war auch etwas besonderes… dort gab es auf dem Hof einen großen Bogen (Aus Bambus und Stroh) an dem viele Zettel mit japanischen Sprüchen und Wünschen drauf standen. Man musste durch den Bogen im Muster einer 8 gehen. Das soll viel Glück für das Liebesleben geben… das wird wohl von Paaren gemacht, bevor sie heiraten. Ich hab ja meinen Schatz leider nicht mit dabei gehabt, hab aber trotzdem die beschriebene Prozedur gemacht! Also hoffe ich, dass das Glück ein bisschen abfärben wird, hier mal ein Bild vom Bogen.

Nikko - 10

Inzwischen war der Nachmittag schon fast rum. Die Sonne geht ja hier mittlerweile gegen 16:30 Uhr unter. Wir haben uns dann auf den Rückweg zum Bahnhof gemacht, weil wir uns Abends noch mit Noriko in Saitama zum Essen treffen wollten. Nach einer dreiviertel Stunde laufen sind wir auch am Bahnhof angekommen, leider war der Zug schon da und deswegen auch schon rappel voll. Also hieß es auch auf der 2 Stunden Rückfahrt nach Saitama die ganze Zeit stehen für mich.

Wir sind nicht direkt nach Hause gefahren, sondern in Omiya ausgestiegen und haben uns dort mit Noriko getroffen. In der Station gab es nämlich ein Okonomi Yaki Restaurant. Noriko war schon etwas eher da gewesen und hatte uns einen Tisch reserviert. Das war auch wirklich notwendig, vor dem Restaurant war schon eine Schlange mit Leuten, die rein wollten.

Okonomi Yaki ist etwas wirklich feines. Man hat viele Zutaten, die man vermischt und dann auf einer heißen Platte zu einem Pfandkuchen brät. Dazu dann noch leckere Soßen und schon ist es fertig. Je nach Stil (Osaka, Tokyo, Kyoto oder Hiroshima zum Beispiel) gibt es verschiedene Zutaten und unterschiedliche Wege das Gericht zuzubereiten. Die Namen sind auch regional unterschiedlich. Ich fand es super lecker und hätte zwei oder drei allein essen können. Das werde ich also unbedingt nochmal machen.  Zum Schluss noch ein Photo von der Truppe beim Essen, in der Mitte sieht man die heiße Fläche, wo wir die Sachen gebraten haben.

Omiya - Okonomi Yaki

Das war also alles in allem ein überaus ereignisreiches Wochenende. Ich hab viele leckere Sachen gegessen, neue Leute kennengelernt, bedeutende Kulturschätze besucht und viel Spaß gehabt!
Japan wie es sein soll🙂


Veröffentlicht in Freizeit, Reisen

1 Kommentar »

  1. Lieber Micha,wir haben uns deine Seite angeschaut
    und finden sie toll und interessant.Tante Gudrun und Onkel Peter besuchen uns gerade und wir alle grüßen dich,wünschen dir noch schöne Wochen in Japan.Genieße die Zeit und bald das Weihnachtsfest und feiere feuchtfröhlich ins
    Neue Jahr!
    Sei lieb gegrüßt von Tante Gudrun,Onkel Peter,Marco,Philipp und Katrin!

    Kommentar von Katrin Mühle — Donnerstag, 29 November 2007 @ 6:33 pm


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