Ohayo Gozaimasu Nippon

Erster Reisetag – Nagoya | Dienstag, 8 Januar 2008

Am Abend des ersten Reisetages (02.Januar) bin ich dann ein bisschen zurück nach Nagoya gefahren. Dort hab ich mir die Stadt angeschaut und bin auch auf den Fernsehturm rauf gegangen. Dazu gibt es hier mal ein paar bunte Photos, damit ihr ein paar Eindrücke von der Stadt bekommt. Nagoya ist wirklich eine krasse Stadt, viele hohe und neue Gebäude, alles sehr bunt und belebt, wirkt ein bisschen wie die Tokioter Viertel Shinjuku oder Shibuya. Aber hier die Photos…

Nagoya - 1           Nagoya - 2

Nagoya - 3 Nagoya - 4

Für die Übernachtung hatte ich mir was tolles vorgenommen, eine Nacht in einem Capsule Hotel. Von denen hat bestimmt jeder schon mal was gehört. Diese kleinen Kojen, die man für eine Nacht mietet, wo bestimmt so mancher Platzangst bekommt. Ich hatte mir jedenfalls die Adresse vom Capsule Hotel in Nagoya rausgesucht. Das war das aller erste, was damals in Japan eröffnet wurde. Inzwischen also nicht mehr ganz neu, aber immer noch ziemlich gut im Schuss, wie ich festgestellt habe.

Ich beschreibe hier mal den typischen Ablauf der mit der Übernachtung so zusammen hängt. Wenn man das Hotel gefunden hat, fährt man erstmal mit dem Fahrstuhl hoch und sucht die Rezeption. Mit etwas Glück spricht die Empfangsdame auch ein bisschen Englisch und hilft einem beim einchecken, man muss die typischen Formulare ausfüllen, mit einer Alien Registration Card geht es ein bisschen schneller, kurz die Adresse aufgeschrieben, Karte gezeigt und gut ist. Dann entscheidet man sich, ob man ein Frühstück will (600 Yen) und ob man den Badebereich besuchen will (600 Yen). Die Capsule kostete für eine Nacht 2600 Yen, mit einem Online-Coupon hab ich 300 Yen Rabatt bekommen, war also wirklich sehr günstig.

Bevor man in den eigentlich Hotelbereich eintritt, zieht man erstmal Schuhe und Sachen aus, und zieht einen mehr oder weniger traditionellen Yukata an, quasi ein Schlafanzug, mit dem man dann im Hotel die ganze Zeit rumläuft. Ich hab also meine Sachen im Schließfach verstaut, meine Wertsachen wurden aufgenommen und in einem Umschlag verschlossen im Safe hinterlegt, sehr praktisch. Dann gings im Schlafanzug im Fahrstuhl runter in den Spa-/Badebereich. Dort gab es eine kleine Einweisung, Handtücher und Zeugs und dann ging es wie beim Onsen nackig mit den Handtüchern in den eigentlichen Badebereich. Das war ein großer Raum, komplett gefliest, in der Mitte ein paar heiße Sprudelbäder, an einer Seite Duschen, an der anderen Seite die typischen Onsen Hocker mit Waschrinnen und Schüsseln. Hinten dann der Eingang in den Saunabereich und die kalten Bäder. Da hab ich mich dann über eine Stunde lang aufgehalten, geduscht, im heißen Wasser entspannt und kurz in der Saune geschwitzt. Dann abtrocknen und wieder anziehen und ab hoch in den Hauptbereich. Dort gab es einen großen Raum wo die alten Herrn (war der Hauptanteil der Gäste, ich war natürlich der einzige Gaijin und wurde dementsprechend mit großen Augen angeschaut) Zigarette rauchend saßen, gelesen und TV geguckt haben. Weiter nach hinten raus ging es dann zu den eigentlichen Capseln. Es waren immer zwei Kapseln über einander, oben ging es mit Leiter hoch.

Der Eingang zur Kapsel war mit Vorhang zugehängt, die Kapsel an sich ist etwas über 1,75 lang und circa 80cm Hoch gewesen. Drinnen gab es einen Fernseher, ein Radio und einen Wecker. Dort hab ich dann mehr oder weniger gut genächtigt, das Bett war okay, leider war meine Kapsel relativ nah am Fernsehraum und daher war es recht laut. Ansonsten ist das aber eine interessante Gelegenheit gewesen zu übernachten und der Spa-/Badebereich war wirklich gut. Und das ganze zu einem wirklich guten Preis. Eine nette Erfahrung, in einer U-Boot Koje zu übernachten😉 (obwohl ich glaube, dass die noch weitaus kleiner sind)

Capsule - 1      Capsule - 2


Veröffentlicht in Freizeit, Reisen

3 Kommentare »

  1. Yeah, Hardcore! Ich dachte ja, das so eine Kapsel noch ein Fenster hat… Stell dir mal vor, die nehmen den Vorhang weg und machen die Tür zu und du musst in so nem Teil verrecken… Ein Szenario was bestimmt schon in japanischen Horrorfilmen verarbeitet wurde…

    Kommentar von mf — Mittwoch, 9 Januar 2008 @ 5:59 am

  2. Hmm keine Ahnung, aber dass die keine Tür haben, hat sicherlich auch seine Gründe… falls mal die Lüftung ausfällt, erstickt man drinnen nicht😉
    Und es gab ja diesen Vorhang, den man von oben runterziehen konnte…

    Kommentar von novarider — Mittwoch, 9 Januar 2008 @ 10:39 pm

  3. Hey das gewundene Gebäude hab ich in meiner Zeit in Nagoya auch gesehen. Damals war noch nicht ganz so hoch und wurde noch gebaut.
    Und du hast echt in so ner Kapsel übernachtet…Sieht aber eigentlich wirklich gemütlich aus. Die Vorhänge sind ja auch im Oma-Style. Sehr schick😉

    Kommentar von DerAndy — Freitag, 11 Januar 2008 @ 6:44 am


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